Revision einer Enukleation

Die OP und das Leben mit einer Augenprothese.
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Patient81
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Revision einer Enukleation

Beitrag von Patient81 » Di 7. Aug 2018, 19:39

Hallo Leute,

da sich leider Gewebe um mein enukliertes Auge respektive der Plombe langsam ablöste und auch die Orbita leicht entzündet war, musste eine Revision der Enukleation erfolgen.

Das Implantat (die Plombe/Hydroxylapatikugekugel) lag somit frei und war sozusagen nicht mehr geschützt. Denn Keime etc. konnten direkt an die Plombe kommen und würden fatale Folgen mit sich bringen. Daher musste eine Lösung her. Ich habe zwei Kliniken zu Rate gezogen, habe mich letzten Endes für die Universitätsklinik der Augenheilkunde in Köln entschieden. Die andere Klinik werde ich hier jetzt nicht nennen, damit das keinen falschen Eindruck hinterlassen soll.

Gut, kommen wir zur Operation. Zunächst musste ich wochenlang Salben verabreichen, damit das Auge nicht mehr entzündet ist und dies ist Gott sei Dank auch behoben worden durch die Medikamente. Nur eine infektionslose Orbita hätte man wieder korrigieren können, sagten die Ärzte.
Also war ich fleißig und habe mich exakt an die Vorgaben gehalten und GLÜCK gehabt.

Die Plombe wurde erneuert und wurde mir einer Sklera (Lederhaut eines Auges vom Spender) überdeckt. Über diese wurde Mundschleimhaut aus meinem Mund zusätzlich zur Revision der Enukleation verwendet.

Das Ganze erfolgte per Vollnarkose. Am selben Tag, als ich aufwachte, konnte ich schon selbstständig auf dem Gang der Klinik spazieren. Ich hatte keinerlei Schmerzen, war nur benommen und müde. Auch Tage danach hatte ich keine Schmerzen.

Die einzigen Schmerzen hatte ich im Mund, wo mir die Mundschleimhaut entnommen wurde für die Korrektur am Auge. Aber auch diese Wunde war nach ca. 2 Wochen nahezu verheilt, obwohl Gewebe entnommen wurde!!!! Das ist der Wahnsinn!

Jetzt sind genau 4 Wochen vergangen nach der OP und ich trage seit gestern ein Provisorium - die Illigschale wurde folglich entfernt.
Und in 3 Wochen werde ich dann die endgültige Prothese bekommen, weil noch leicht geschwollen. Aber der Ocularist meint, dass das "Auge"
sehr gut aussieht, also die Revision der Enukleation.

PS: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Bewegung der Muskeln besser sind als vor der OP!


Ich hoffe, dass ich MINDESTENS :) für die nächsten 15 Jahre Ruhe habe. Denn es sind genau 15 Jahre her, als ich die Enukleation hatte.


Falls Fragen entstehen, nur zu und fragt!


Beste Grüße an alle :)

Patient81



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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Charlotte » Mi 8. Aug 2018, 12:34

Hallo Patient 81,

was für eine dramatische Geschichte!!!
Ich wusste nicht, dass so etwas passieren kann - ganz gut, dass man nicht alles im Voraus weiß... ;) ;)

Hat man dir gesagt, warum sich das Gewebe an der Plombe abgelöst hat?
Folge einer Entzündung oder "einfach nur so" ?
Und woran hast du es gemerkt
Langsamer Prozess oder innerhalb kurzer Zeit?

Ich wünsch dir auf jeden Fall, dass alles weiter so gut heilt und das neue Auge super wird.
Und dass du mindestens (!) 15 Jahre Ruhe hast!

Liebe Grüße
Charlotte



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Bits&Bytes
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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Bits&Bytes » Mi 8. Aug 2018, 13:34

Hallo Patient81,

ja, leider ist so eine Bindehautdehiszens auch viele Jahre nach einer Enukleation immer (in seltenen Fällen) möglich.

Traurig, dass es Dich getroffenen hat, anderseits sehr gut, dass sich nun doch scheinbar alles gut entwickelt.

Ich denke eine Prophylaxe ist da auch nicht wirklich möglich und die genaue Ursache schwer zu ermitteln.

Bei dem einen hält die Bindehaut dicht, bis er/sie in die Grube fährt, der/die andere hat schon knapp ein Jahr nach der Enu ein Loch in der Bindehaut.

Wie ich schon mal an anderer Stelle sagte, so einen Mist braucht kein Mensch ....

Vielen Dank für Deinen ausführlichen und gut geschriebenen Bericht, der mich auch zum Nachdenken bringt. Vielleicht sollte ich meine Augenhöhle öfter kontrollieren.

Wäre ja klasse, wenn bei Dir nun als kleiner Ausgleich die Beweglichkeit (etwas) besser werden würde.

Dir weiterhin alles Gute.

Udo

PS: Ist es wieder das Hydroxylapatit als Implantat, oder ist es diesmal eine andere Plombe ?


Man weiß nie wie stark man ist, solange bis stark zu sein die einzige Wahl ist, die man noch hat.

( Neovaskularisationsglaukom, linkes Auge Amaurose, Enukleation 03.02.2017, 1. Glasprothese 16.02.2017 )

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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Patient81 » Mi 8. Aug 2018, 16:09

@Charlotte

Hallo Charlotte,

vielen Dank für deine Wünsche für mich. Um auf deine Fragen zu kommen -

1. Ja, durch eine Entzündung. Was die Ursache dafür ist, kann man im Nachhinein nur spekulieren. Ich kann wirklich raten, bei kleinsten Symptomen zum Augenarzt zu gehen, auch wenn es manchmal zuuuuuu akribisch wirkt.

2. Ich habe es bemerkt, als es stärker tränte. Ich dachte, es wäre wegen des Wetters oder so. Aber dann wurde es immer schlimmer.

3. War schon langsamer Prozess. Also es ist eher schleichend, ähnlich wie die ursprüngliche Augeninnendruckgeschichte damals.

Nochmals vielen lieben Dank für deine Wünsche hinsichtlich des Erhalts des jetzigen Zustandes!

Gruß :) :) :)

Patient81



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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Patient81 » Mi 8. Aug 2018, 16:20

Hallo Udo,

ja, auch dir vielen vielen Dank für deine Genesungswünsche auch überhaupt für deine Bereitschaft mir eine Empfehlung zu verschaffen.

In der Tat, so einen "Mist" braucht kein Mensch. Ich hatte aber Glück im Unglück und die Korrektur ist toll verlaufen. TOI , TOI, TOI!

Und ja, es wurde ein neues Hydroxylapatit eingesetzt. Das Alte halt raus, vermutlich aus hygienischen Gründen.

Udo, ich werde die Kontrollen definitiv in kürzeren Zeitabständen machen lassen respektive bei jeder kleinsten Bemerkung am Auge zum Arzt gehen, auch wenn das nur ein Jucken ist. Ansonsten bin ich fit und daran soll es nicht scheitern, ob man zweimal im Jahr zum Augenarzt geht oder sechsmal oder eben mehrmals.

Denn dieser Akt war für mich eine ganz große Lehre! Man sollte wirklich das schätzen, was man hat. Denn auch das "Wenige", was man hat, kann morgen nicht mehr da sein. Ich möchte euch damit keine schlechte Stimmung machen. Aber es ist manchmal wirklich ein schmaler Grat zwischen Sieg und Niederlage, lieber Udo.


PS: Ja, in der Tat habe ich das Gefühl, dass die Beweglichkeit besser ist. Hatte sogar Gänsehaut, als sich die Augen fast synchron bewegten in alle(!) Richtungen! Da kamen mir fast die Tränen vor Freude! Denn optisch macht das wirklich was aus. Wie dem auch sei, wollen wir nicht sentimental sein. :D


Beste Grüße :)

Patient81



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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Marcy » Do 9. Aug 2018, 10:28

Hallo Patient,

schön zu lesen, dass doch alles gut gegangen ist.

Und ich bin mal wieder fasziniert, was für unterschiedliche Dinge bei so einem Prothesenauge und dem Drumherum passiert können.

Bei meinem ersten Implantat (auch Hydroxylapatit) hätte mir wohl ähnliches geblüht, wenn da nicht die andere Geschichte gewesen wäre. Mein Ocularist sagte, dass die Bindehaut über dem Implantat immer dünner wurde.

Ich kann mich da nur anschließen, regelmäßig jemand fachkundiges die Augenhöhe ansehen zu lassen, ob nun Arzt oder Ocularist (die haben meiner Erfahrung nach mehr Ahnung davon ;-)).

Liebe Grüße
Marcy



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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Patient81 » Do 9. Aug 2018, 13:17

Hallo Marcy,

auch dir lieben Dank!

Ja, da sagst du was. Diese KOMPETENTEN Untersuchungen sind sehr wichtig. Und ja, nicht jeder Augenarzt hat genug Erfahrung mit enuklierten Augen. Das ist auch der Grund, warum viele Augenärzte lieber die Überweisung in die Klinik zücken, sozusagen Kartenjoker :)...Scherz bei Seite :)

Also ich habe vor Ort eigentlich recht gute Augenärzte (Gemeinschaftspraxis). Darüber hinaus werde ich aber einmal im Jahr als Selbstzahler mich vom Professor untersuchen lassen, der mich operiert hat.

Ocularisten haben in der Tat gefühlt mehr Ahnung hinsichtlich unseren Fällen. Aber gut, man muss auch dazu sagen, dass sie ja "nur" darauf spezialisiert sind. Und 6 Jahre Ausbildung ist ja auch nicht wenig! :)

PS: Mir hat aber mal ein Augenarzt gestanden, dass er wenig Erfahrung hat mit Augenprothesenpatienten. Das fand ich schon sehr vertraulich und beeindruckend. Zumal er das wirklich sehr demütig offenbart hat und nicht einfach daher gesagt hat.


Besten Gruß

Patient81



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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Charlotte » Do 9. Aug 2018, 21:10

Hallo Patient81,

ich muss jetzt doch mal eine Frage in eigener Sache dranhängen:
Ihr betont alle, wie wichtig eine regelmäßige Kontrolle des Auges ist, um so eine dramatische Entwicklung wie bei dir im Anfangsstadium zu erkennen.
Aber woher weiß ich, was noch normal ist?
Meine Enu war am 23. 4. 2018, es bildet sich immer noch so ein dickes Sekret, das die Wimpern verkrustet.
Wenn ich das Auge säubere, ist es nach ein paar Stunden schon wieder verklebt.
Ist das noch normal??? Bleibt das so, auch wenn sich die Augenhöhle an die Prothese gewöhnt hat??? :?
Ansonsten fühlt sich das Auge gut an, brennt nicht, kein Fremdkörpergefühl und die Bindehaut ist schön blaßrosa.
Meine Augenärztin fand, dass alles ganz prima aussieht...
Ich habe diverse Augentropfen probiert (im Moment Hydro-Gel) aber es macht keinen Unterschied.
Wenn ihr sagt, dass es normal ist, höre ich sofort auf mir Sorgen zu machen!!!

Liebe Grüße
Charlotte



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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Patient81 » Do 9. Aug 2018, 23:04

Nabend Charlotte,

in der Regel erkennen die Ärzte ja frühzeitig, ob Gewebe an Dichte verliert. Du musst dir absolut keine Sorgen machen. Ich hatte eben mehr Pech.
Denn die Umstände sind ja ausschlaggebend. Wenn irgendeine Bedingung den langsamen "Schwund" von Gewebe begünstigt, dann muss man diese ja zunächst lokalisieren und ausschalten. Bei mir war das eben eine Entzündung, die man erst in den Griff bekommen musste und auch zum Glück geklappt hat.

Ferner ist es, soweit ich das beurteilen kann, wichtig, welche Farbe die Absonderung hat. Das ist auch ein Indikator, woran man erkennen kann, ob es bedenklich ist oder eben nicht. Die Augenärzte können auch Abstriche dessen nehmen und es untersuchen lassen, falls dich es unteressieren sollte, ob deine Absonderung bedenklich ist oder nicht.

Aber wie bereits auch Udo erwähnte, so richtig bewappnen kann man sich eben nicht. Man kann vorsorglich handeln, aber dies tat ich ja auch.
Dennoch hat es mich getroffen. Ich hatte 15 Jahre keinerlei Probleme und erst die letzten Monate fing es an. Aber man muss jetzt keine Panik schieben.

Wenn du deine Vorsogeuntersuchungen machst, dann ist doch alles im grünen Bereich. Mehr geht eben nicht. Was ich jedoch ab jetzt zusätzlich buche, ist, dass ich mich einmal pro Jahr vom Professor Doktor untersuchen lassen werde, der mich operiert hat. Das werde ich zwar voll aus eigener Tasche zahlen, aber das ist völlig in Ordnung.


Und noch mal möchte ich dir sagen, kein Grund zur Sorge! Mach dich nicht verrückt. Solange deine Ärzte Däumchen zeigen, ist doch alles gut.



Beste Grüße


Patient81



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Bits&Bytes
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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Bits&Bytes » Fr 10. Aug 2018, 13:34

Charlotte hat geschrieben:
Do 9. Aug 2018, 21:10
Hallo Patient81,

....
Meine Enu war am 23. 4. 2018, es bildet sich immer noch so ein dickes Sekret, das die Wimpern verkrustet.
Wenn ich das Auge säubere, ist es nach ein paar Stunden schon wieder verklebt.
Ist das noch normal??? Bleibt das so, auch wenn sich die Augenhöhle an die Prothese gewöhnt hat??? :?
Ansonsten fühlt sich das Auge gut an, brennt nicht, kein Fremdkörpergefühl und die Bindehaut ist schön blaßrosa.
Meine Augenärztin fand, dass alles ganz prima aussieht...
Ich habe diverse Augentropfen probiert (im Moment Hydro-Gel) aber es macht keinen Unterschied.
Wenn ihr sagt, dass es normal ist, höre ich sofort auf mir Sorgen zu machen!!!

Liebe Grüße
Charlotte

Liebe Charlotte,

ich bin in so einigen Dingen anderer Ansicht, als meine Mitenukliierten und/oder auch die allermeisten Okularisten / Ärzte.

Diese hier dargestellte Meinung stützt sich einzig und allein auf meine selbst gemachten Erfahrungen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es gerade für einen Enukliierten eine große Rolle spielt, welche Nahrungsmittel er zu sich nimmt und was und wieviel er trinkt.
So kann ich bei mir immer wieder feststellen, dass wenn ich mich (in meinem Verständnis) schlecht ernähre, das Sekret mehr und dickflüssiger wird, dass ist bei mir immer wieder und jedes Mal zu beobachten.

Ich hatte früher eine massive Esstörung (Adipositas, mit maximal 130 kg Körpergewicht), die ich aber jetzt schon seit vielen Jahren im Griff habe (aktuell 72 kg).
Allerdings gibt es immer mal wieder solche Episoden, wo ich alles was ich nicht essen sollte, in mich hineischaufele.
Dann kann ich sozusagen zusehen, wie der Schmodder dickflüssig und klebrig wird .... usw.

Ich habe die starke Vermutung, dass der Körper die Gelegenheit nutzt, dass was dringend entsorgt werden muss, auch (und gerade) über die enukliierte Augenhöhle, die ja so schön mit Schleim-/Bindehaut ausgekleidet ist, auf schnellstem Wege wieder lozuwerden.
Jedenfalls scheint es bei mir so zu sein, denn wenn ich dann die kurze Fressattacke hinter mir habe, sieht das am nächsten Tag schon wieder völlig normal aus.
Wenig, bis gar kein Schleim und dieser dünnflüssig und klar.

Also für mich besteht da ein eindeutiger Zusammenhang, aber wie gesagt ich will hier keine Tretminen verteilen, sondern berichte nur von meiner eigenen Erfahrung.

Ich hoffe inständig, niemand hier bekommt meine Einlassung in den falschen Hals, nach dem Motto ich würde behaupten, dass diejenigen die unter verstärkter Sekretbildung leiden, selbst schuld sind und sich nur zusammenreißen müssten. Das ist wirklich nicht meine Absicht.

Die größten Schleimbildner sind Brot, Milch, Nudeln, Reis, Kartoffeln.
Lasse ich diese weg, ist der Schleim bei mir Geschichte.
Dazu mindestens zwei, besser drei Liter Wasser oder Tee trinken.

Allerdings ist auch für mich natürlich sonnenklar, dass es mannigfaltige Gründe für eine verstärkte Sekretbildung geben kann.
Also wem der Schuh nicht passt, sollte ihn bitte auch nicht anziehen.

Viele Grüße

Udo


Man weiß nie wie stark man ist, solange bis stark zu sein die einzige Wahl ist, die man noch hat.

( Neovaskularisationsglaukom, linkes Auge Amaurose, Enukleation 03.02.2017, 1. Glasprothese 16.02.2017 )

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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Charlotte » Fr 10. Aug 2018, 14:38

Danke Patient81 und danke Udo,

ich bin schon etewas beruhigt, dass große Sorgen oder gar Panik nicht angebracht sind.
Störend ist es aber trotzdem, ständig so einen Schmodder im Auge zu haben, ziemlich durchsichtig übrigens, also auf jeden Fall nicht eitrig.
Udo, was du zur Ernährung sagst, kann ich ganz gut nachvollziehen.
Wir hatten in der letzten Zeit sehr viel Besuch und da war die Ernährung nicht so supergesund.
Jetzt ist Ruhe eingekehrt und wir nehmen unser altes Leben wieder auf: viel Gemüse und Salate - und ich werde mal eine Zeitlang Kartoffeln und Reis reduzieren. Mal sehen wie sich das auswirkt.
Trinken ist bei mir kein Problem, 2 - 3 Liter schaffe ich locker am Tag.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Ernährung tatsächlich viel mehr Einfluß hat, als man normalerweise glaubt.
Ich bin immer wieder fasziniert von der TV-Sendung "Die Ernährungs-Docs", in der man erlebt, dass selbst schwere chronische Erkrankungen sich mit entsprechender Ernährungsumstellung ganz gewaltig bessern.
Also "Versuch macht klug" sagt man unbd das werde ich jetzt angehen!!!
Außerdem bin ich am kommenden Donnerstag beim Okularisten (meine endgültige, zweischalige Prothese!), mal sehen, was er dazu meint.

Ich wünsch euch einen schönen Tag!
Charlotte



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Re: Revision einer Enukleation

Beitrag von Patient81 » Fr 10. Aug 2018, 16:05

Hi Udo,

dem kan ich mich anschließen. Wie du sagst, es gibt bestimmt vielfältige Ursachen für Symptome. Aber umso glücklicher ist es, wenn man für sich erkannt hat, woran diese Abscheidung festzumachen ist. Und probieren geht über studieren, würde ich in dem Fall sagen. Eine Ernährungsumstellung oder eine Ernährungsänderung ist ja auch sehr interessant und primär immer noch besser als irgendwelche Medizin zu nehmen.

Daher finde ich diesen Vorschlag gar nicht so verkehrt.



Einen weiteren Vorschlag würde ich noch machen - natürlich weiß ich jetzt nicht, ob es dafür einen Aufpreis gibt beim Arzt, aber die können ja auch Abstriche von der Abcheidung machen und untersuchen lassen. Bei mir wurde das jedenfalls gemacht. Nur muss ich dazu sagen, dass ich ja bereits Gewebeabslösung hatte und gleichzeitig "Schleim". Das war dann wohl Teil der medizinischen Maßnahme, während der Behandlung.


Last, but not least, man sollte abseits von den Fachleuten auch selber recherchieren und sich Gedanken machen und auch ruhig HARMLOSE Experimente wie Ernährungsumplanungen durchführen. Also proaktiv sein, aber natürlich in einem gesunden Maße!

PS: Wissen ist aber auch eben teuer. Ich denke, dass sich manche Fachleute BEWUSST mit gewissen Infos zurückhalten, um sie dann eben teuer zu verkaufen - siehe Privatpatient, Selbstzahler.

Dazu mal eine Anekdote - Hatte meinem Operateur geschrieben, dass ich die Nachuntersuchung von ihm gerne hätte und es auch so dachte, als ich nach der OP in der Uniklinik war. Da schrieb er mir zurück, dass es leider aus strukturellen Gründen nicht machbar sei, wenn er in der Uniklinik eingeplant ist. Aber als Selbstzahler könne ich selbstverständlich seinen Dienst in Anspruch nehmen.

Das soll jetzt keine Kritik an ihn sein, aber so tickt leider heutzutage das Gesundheitssystem. Das Wissen wird teilweise bewusst verschwiegen, damit du es dir als Patient kaufst. Von daher denke ich nicht , dass die Fachleute immer ihr eigentliches Potenzial ausspielen.

Beste Grüße :) :)

Patient81



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