Augenlid anpassen / Sulkus unterspritzen
Neues vom Besuch der Uniklinik
Ich hatte berichtet, das mein Okularist und der anwesende Arzt der Uniklinik mein Unterlied anheben wollten und den bestehenden Sulkus unterspritzen wollten. Nichts wirklich großes aber es würde die Optik so verbessern, das kaum noch ein Unterschied zum GESUNDEN Auge zu erkennen wäre, mal von der Beweglichkeit abgesehen. Letzteres ist mir aber mittlerweile völlig egal geworden!
Ich hatte einen Aufnahmetermin für die Uni Köln.
Ein junger Arzt untersuchte mein gesundes Auge. Sehschärfebestimmung… . Als er versuchte die Sehschärfe des Glasauges zu messen hatte ich ein wenig genug von unfähigen Ärzten, die nicht mal die Akte gelesen haben. Ich ließ ihn machen, wissend, das es peinlich werden wird. Nach 2 Minuten wildem hin und her des Mikroskops, bei dem er öfters heftig mit meiner Nase kollidierte meinte ich nur: „Ihnen ist schon klar, das sie gerade ein Glasauge untersuchen?
Er meinte nur, es wäre wohl ratsam erst die Akte zu lesen.
Ich konnte ihm nur zustimmen
Eine Ärztin meinte nur aus dem off, wie gut das Auge wohl sei, das man es nicht mal unterm Mikroskop erkennen würde.
Ich schaute sie mit etwas verdrehten Augen, aber dennoch lächelnd an…
Nach ewigem Warten im Flur, ich kenne das ja schon, endlich die Besprechung der OP. Mein Arzt des Vertrauens sei wohl krank. Eine sehr übermüdete, schwarze Augenringe tragende Ärztin klärte mich auf, das sie Haut von meinem gesunden Auge transplantieren wolle…
Ich meinte nur, das das nicht in Frage käme, an meinem gesunden Auge herum zu schnipseln.
Sie wolle dann die Haut aus der Wange nehmen. ???
Es wurde nie von einem Transplantat gesproche! Es solle nur ein kleiner Schnitt in der Augenfalte gemacht werden und das soll es gewesen sein! Ich solle es ihr überlassen, was notwendig sei, zumal sie erst wenn die Haut geöffnet sei zu sehen sei, was genau nötig ist.
Die Sache sei also bis hier hin klar, für Sie.
Ich fragte, was mit dem Unterspritzen sei. Davon wisse sie nichts. Wurde aber vorher so mit dem leider jetzt kranken Arzt vor Monaten schon besprochen… . Sie schrieb es sich auf den Handrücken. Sie wisse nicht, ob sie das noch bis morgen würde besorgen können. Aber im Zweifel könne der kranke Arzt es ja beim Okularisten ambulant machen… . Ähm? Echt jetzt? Eine Op in zwei Stücken. Beim Okularisten? Ich dachte nur, das hier niemand einen Blick in die Akte geworfen hat und keiner genau weiß, was zu tun sei!
Ich bedankte mich, gab die Hand, sagte „bis morgen dann“, und ging direkt ins Sekretariat um die Op ab zu sagen. Die Sekretärin war sehr nett. Fragte, ob ich mir sicher sei. Ich sagte ja. Sie antwortete, das das völlig ok geht und kein Problem, klickte mit der Maus und sagte noch: „So ist gelöscht!“.
Ehrlich. Uniklinik überfordert, da ein Arzt krank ist. Erster Arzt liest die Akte nicht, untersucht wie wild ein Glasauge und gibt dieses „Untersuchungsergebnis“ dann an die operierende Ärztin. Diese Ärztin ist auch überfordert, da sie wohl auch die Schicht des erkrankten Arztes übernommen hat. Aber ehrlich. Das kann gefährlich werden. Und im Moment bin ich so glücklich mit meinem Glasauge. Keine Schmerzen. Endlich entspannt. Ja, optisch wäre das etwas weiter geschlossene Augenlid wohl das Tüpfelchen auf dem i. Aber so nicht. Da warte ich bis zum nächsten Glasauge in ein paar Monaten. Besuch beim Okularisten. Treffen des eigentlichen Arztes dort und ein weiterer Anlauf, dann mit gut vorbereiteten Ärzten und einem ausgeschlafenen Team.
Ich werde berichten.
Lg
Oliver