Mama von 7 Jähriger Tochter sucht Hilfe

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MamaFranzi
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Re: Mama von 7 Jähriger Tochter sucht Hilfe

Beitrag von MamaFranzi » Mi 13. Dez 2017, 17:05

Huhu. Ja ich wünsche mir schon mehr Beistand.
Ich fühl mich damit ziemlich alleine gelassen. Ihr leiblicher Vater kümmert sich da überhaupt nicht drum und wenn ich mit ihm darüber reden möchte dann hat er entweder keine Zeit oder wimmelt es ab. Ich hoffe und habe ihn wirklich gebeten im Februar mal zum Gespräch mit zu kommen. Mausi und ich haben uns mal unterhalten über die Entfernung, sie fände es schön wenn diese Kuhle im Gesicht wieder weg wäre. Das wäre doch sicher so wenn man das geschrumpfte Auge entfernt und ein Glasauge und Platzhalter einsetzen würde. Und dann würde das Lied nicht so runter hängen.
Aber wenn die Op wäre dann will sie das wir alle ins Kh gehen. Ich denke doch wenn wir das selbst zahlen würde das sicher möglich sein. Ich darf ja eh mit weil sie erst 7 ist.



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annaklaus
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Re: Mama von 7 Jähriger Tochter sucht Hilfe

Beitrag von annaklaus » Mi 13. Dez 2017, 18:40

Liebe MamaFranzi,

ich habe mich deinen thread gelesen und kann deine Sorgen nachvollziehen. Ich lese heraus, dass du (oder ihr) momentan ein eher stressiges Leben habt - mit zwei kleinen Kindern ist es das fast immer! Die Krankheit deines Kindes belastet euch alle noch zusätzlich. Als Mutter ist man immer wieder gezwungen Entscheidungen zu treffen, die das Leben der Kinder nachhaltig beeinflussen können: sei es die Wahl des Wohnortes, die Trennung vom Partner oder auch die Schulwahl. Du machst meiner Meinung nach gerade genau das Richtige: du sammelst Informationen und du tauschst dich mit anderen aus. Aber die Entscheidung musst schlussendlich du treffen und ja, es kann wie bei allen Entscheidungen, die deine Kinder betreffen, die falsche sein - aber du hast diese nicht leichtfertig und aus einer Laune heraus getroffen!
Deinen Gedanken, dir Unterstützung auch durch andere Familienmitglieder zum nächsten Kliniktermin mitzunehmen, kann ich nur unterstützen: ihr braucht allen Rückhalt, den ihr nur bekommen könnt. Ich kann mir auch vorstellen, dass es sowohl für dich als auch deine Tochter (?) sinnvoll sein kann mittelfristig psychotherapeutische Unterstützung zu suchen. Schaut doch einfach mal, wann ihr dafür etwas Zeit erübrigen könnt und bitte mach dich nicht fertig, wegen möglicher späterer Vorwürfe - denen entkommt fast keine Mutter ;)

Beste Grüße,
anna :)


... mehr als nur kein Auge ;)

Marcy
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Re: Mama von 7 Jähriger Tochter sucht Hilfe

Beitrag von Marcy » Mi 13. Dez 2017, 19:56

Liebe Franzi,

kurz zu deiner schließenden Bemerkung, dass du mit in die Klinik gehst:

Meiner Erfahrung nach ist es immer möglich, dass ein Elternteil kostenlos mit Beistellbett mit ins Zimmer kann.
Das sollte also kein Problem sein.

Ich weiß jetzt nicht, wen deine Maus außer dir noch alles gern um sich hätte - aber auch da wird es bestimmt eine Lösung geben.

Liebe Grüße
Marcy



MamaFranzi
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Re: Mama von 7 Jähriger Tochter sucht Hilfe

Beitrag von MamaFranzi » Mi 13. Dez 2017, 20:11

Wisst ihr ich hab halt in den letzten Jahren viel durch gemacht im Bezug auf das Auge. Mausi ihre erste Implantation verlief prima und auch leichtes sehen stellte sich ein. Bis der Kindesvater beim Jugendamt war bezüglich seines Umganges. Und was passierte, er brachte sie zur Oma und die hatte nichts besseres zutun als mit ihr Reiten zu gehen. Am Ende bekam sie Stroh ins Auge mit voller Kraft und dadurch muss die Linse aus der Verankerung heraus gefallen sein. Somit lag diese im Auge Hintergrund. Es folgte die Op zur Entfernung und später wieder eine für ein neues Implantat. 6 Wochen nach dem 2 Implantat erfolgte eine Infektion mit Streptococcus Viren und sie war wieder bei der Oma aufgrund der fehlenden Umgangszeit des Papas wärend der 2 Implantation. Aber die Oma ging erst 3 Tage später zum Arzt und rief mich dann kurz vor der Klinik an. Diese ist 100 km von mir entfernt und sagte das meine Maus Not operiert werden muss. Durch den Druck des Eiters und der offenen Augenschicht das sie sich durch die Schmerzen wegrieb bin ich echt etwas fertig. Denn egal was ich tat ich wurde immer als Glucke abgestempelt und ich bin bloß zu über vorsichtig bzw. Nutze die Erkrankungen um den Vater in den Klinik Zeiten dem Umgang weg zu nehmen. Wisst ihr wie bekloppt das ist. Er hatte ja versucht das Sorgerecht in der Zeit einzuklagen und mir Münchhausen Stellvertreter Syndrom zu unterstellen. Glücklicherweise ist er damit zu 100% vor Gericht vor die Wand gefahren. Seitdem muss er sogar Unterhalt zahlen und darf das Kind bloß noch aller 2 Wochen sehen. Vorher hatten wir das Wechselmodell von Montag bis Donnerstag bei mir und den Rest ein ihm. Bzw. Seiner Mama. Er selbst kümmert sich nicht drum. Er war weder mal Mut im Krankenhaus noch bei irgendwelchen Arzt Terminen. Aber das ist sicher viel zu viel für Euch.

Ich hab bis jetzt immer nur versucht das Beste für sie zu wollen und ihr endlich das sehen zu ermöglichen. Denn der grauen Star wurde erfolgreich behandelt und nach der 2 grünen Star Op und einstellen von Medis war der Druck auch nicht mehr bei über 30. Es war dann zwischen 12 und 15. Durch die Linsen Implantationen hatten wir echt eine gute Chance. Aber leider klappte das halt nicht so mit der Nachsorge. Ich hoffe halt das mein Ex das nächste mal mit kommt und bei meinem Papa reißt er sich dann auch zusammen. Vor ihm hat er Respekt.

Ich denke aber auch so eine Entfernung des schrumpfauges hat auch optische Vorteile. Versteht das nicht falsch. Sie ist 7 und in der Schule und ist ganz schön eitel. Wenn sie ein Kunstauge bzw. Wieder ein ausgefülltes Auge hatte würde ja die Kuhle um das Auge herum wieder verschwinden und auch das hängende Augenlid wieder verschwinden und das würde ihr sehr gefallen.

Sollte man so etwas auch in die Entscheidung mit einfließen lassen?
Unabhängig von den Kopfschmerzen und ich hab auch das Gefühl sie zieht sich etwas mehr zurück. Sie spielt viel alleine im Zimmer mit ihrer Puppe und ist traurig über die 2 und 3 Klassen die sie ständig beleidigen.

Ich hab wieder ganz schön viel geschrieben aber mein bekanntenkreis ist eher so das sie uns bemitleiden und das bringt mich auf Dauer ja auch nicht weiter.



Patient81
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Re: Mama von 7 Jähriger Tochter sucht Hilfe

Beitrag von Patient81 » Fr 15. Dez 2017, 12:52

MamaFranzi hat geschrieben:
Mi 13. Dez 2017, 20:11

Sollte man so etwas auch in die Entscheidung mit einfließen lassen?
Unabhängig von den Kopfschmerzen und ich hab auch das Gefühl sie zieht sich etwas mehr zurück. Sie spielt viel alleine im Zimmer mit ihrer Puppe und ist traurig über die 2 und 3 Klassen die sie ständig beleidigen.

Ich hab wieder ganz schön viel geschrieben aber mein bekanntenkreis ist eher so das sie uns bemitleiden und das bringt mich auf Dauer ja auch nicht weiter.
Dem würde ich an deiner Stelle vorbeugen. Und das kannst du eben damit, dass deine Tochter eine Schulbildung bekommt, wo Gleichgesinnte sind. Es gibt Berufsbildungswerke für Menschen mit Sehbehinderung. Denn wenn sich deine Tochter tatsächlich isoliert, wird es größere Probleme geben wie z.B. eine soziale Phobie.

Des Weiteren bei all dem Trubel müsst ihr eine Sache immer wieder vergegenwärtigen- das junge Mädchen ist die Betroffene. Versucht NUR ihr zu helfen und nicht über die Ursache zu streiten oder wer denn noch helfen sollte aus der Familie. Das bringt nämlich dem Mädchen nichts! Wichtig ist, dass sie eine progressive Entwicklung macht und nicht anhand dieser Einschränkung leiden und stagnieren muss. Das ist ein gut gemeinter Ratschlag von mir.

Nach wie vor drücke ich für euch die Daumen :)

Patient81



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